Affiliate Marketing

Unternehmen unterschiedlicher Größe, Selbstständige und Freiberufler rühren auf ganz unterschiedliche Weise in Print- und Onlinemedien die Werbetrommel mit dem Ziel, ihre Produkte und Dienstleistungen werbewirksam zu verkaufen und sich auf dem umkämpften Markt zu positionieren. Doch es geht auch einfacher – mit Affiliate Marketing. Was das ist und welche finanzielle Freiheit damit verbunden ist, erfahren Sie hier.

Affiliate Marketing - was ist das?

Die Entwicklung von Affiliate Marketing basiert auf der Vernetzung von Webseiten durch Linkbildung und der Tatsache, dass sich Handlungsabfolgen im Internet nachvollziehen lassen. Wer eine Website oder einen Blog betreibt, kann einen oder mehrere Links zu Produkten oder Dienstleistungen auf seinen Seiten einbauen. Sobald potenzielle Interessenten oder Käufer über diese Links auf die eigentlichen Verkaufsseiten surfen und dort das Produkt oder die Dienstleistung anfragen oder einkaufen, erhält der ursprüngliche Betreiber der Webseite eine Provision. Es steht außer Frage, dass Betreiber von Webseiten, die Produktlinks auf ihren Seiten positionieren, durch diesen Gewinnzuwachs ihre finanzielle Freiheit erhöhen können. Das wohl bekannteste Beispiel ist Amazon, wo man sich kostenlos anmelden und zu Kategorien oder einzelnen, im Amazon-Shop angebotenen Produkten Links generieren kann. Das bedeutet, dass Sie über Affiliate Marketing nicht Ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen anpreisen, sondern durch Linkbildung den Verkauf anderer Produkte und Dienstleistungen fördern.

Funktionsweise und Teilnehmer des Affiliate Marketings

Affiliate Marketing beschreibt die Zusammenarbeit zweier Teilnehmer im Web, die auf dem Prinzip der Vermittlungsprovision basiert. Es handelt sich um den Betreiber einer Website, der als Affiliate oder Publisher bezeichnet wird, und den Händler, der Merchant oder Advertiser heißt, die über sogenannte Affiliate-Netzwerke beziehungsweise Affiliate Service Provider oder Affiliate-Systeme zusammengebracht werden. Der Affiliate stellt auf seiner Website Werbeflächen zur Verfügung, auf denen der Merchant über einen Affiliate-Link seine Produkte und Dienstleistungen bewerben kann. Neben dieser klassischen Variante können Affiliate-Links auch mittels E-Mail-Marketing über einen Newsletter oder über soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter implementiert werden.

Die verschiedenen Provisionsmodelle

Nach dem bereits beschriebenen Grundprinzip erhält der Betreiber einer Website für die Bereitstellung eines Links, der auf ein Produkt oder eine Dienstleistung verweist, sowie die daraus resultierende Handlung eine Provision. Es gibt verschiedene Provisionsmodelle, mit denen Sie Ihre finanzielle Freiheit erhöhen können, hier die gebräuchlichsten:

Pay per Sale (PPS)
Pay per Sale ist die bekannteste und gebräuchlichste Art des Affiliate Marketings, die auch von Amazon angeboten wird. Sie bauen einen Link zu einem Produkt oder auch zu mehreren Produkten von Amazon auf Ihrer Webseite oder Ihrem Blog ein. Für User, die über den auf Ihrer Seite platzierten Link ein Produkt bei Amazon kaufen, erhalten Sie eine Provision. Regelmäßig wird durch Cookies sichergestellt, dass Sie die Provision auch dann erhalten, wenn der User das Produkt erst 30 bis 60 Tage nach dem Klick auf den Affiliate-Link kauft.

Pay per Click
Ein anderes Vergütungsmodell ist Pay per Click. Hier reicht der Klick auf einen Affiliate-Link aus, um eine Provision zu erhalten, die jedoch deutlich niedriger ausfällt als beim Vergütungsmodell Pay per Sale. Zu Beginn des Affiliate-Marketings war Pay per Click aufgrund seiner einfachen technischen Machbarkeit weit verbreitet, während es aufgrund der Manipulationsmöglichkeiten an Bedeutung verliert.

Pay per Lead (PPL)
Auch Pay per Lead ist ein populäres Vergütungsmodell, das vorwiegend bei beratungsintensiven Produkten eingesetzt wird. Sie erhalten bereits dann eine Provision, wenn ein User über Ihren Affiliate-Link Kontakt zu einem Dienstleister aufnimmt. Regelmäßig handelt es sich um Produkte oder Dienstleistungen, die der User nicht sofort kauft oder bestellt, sondern die der Erklärung oder Beratung bedürfen wie beispielsweise Versicherungen. Insoweit wird das Heranführen eines Kunden zum Verkäufer mit einer Provision belohnt, die beispielsweise durch eine Angebotsanfrage, eine Registrierung oder die Anmeldung zum Bezug des Newsletters deutlich wird.

Pay per Lifetime
Pay per Lifetime ist nicht auf eine einmalige Provisionszahlung ausgerichtet, sondern darauf, dem Affiliate über einen längeren Zeitraum einen Vergütungsbetrag gutzuschreiben. Dieses Vergütungsmodell setzen beispielsweise Unternehmen ein, die Abonnements verkaufen. Dem Affiliate wird bei Erfolg ein bestimmter Betrag für die Dauer des Abonnements vergütet. Insoweit ist die Höhe der Vergütung abhängig von der jeweiligen Laufzeit des Abonnements. Möglich ist auch eine anteilige Provision auf den lebenslangen Warenkorb eines durch den Affiliate geworbenen Kunden.

Pay per Airtime
Eine spezielle Art der Vergütung ist Pay per Airtime, die vor allem in der Telekommunikationsbranche verwendet wird. Dort erhält der Affiliate pro Gesprächsminute eines von ihm geworbenen Kunden eine Provision, die sich beispielsweise nach der Laufzeit des Handyvertrags bemisst.

Fazit
Affiliate Marketing ist einerseits für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler eine risikoarme und vergleichsweise preisgünstige Variante, um Produkte und Dienstleistungen durch Verlinkung auf einer Vielzahl von Partnerwebseiten zu bewerben. Die Werbewirksamkeit kann durch die Präsenz auf themenverwandten oder themenrelevanten Websites erhöht werden, was eine gezielte Kundenansprache ermöglicht und den Streuverlust reduziert. Im Gegenzug erlaubt Affiliate Marketing Betreibern von Webseiten, sich eine zusätzliche Einnahmequelle zu verschaffen und die finanzielle Freiheit zu erhöhen, was für Anbieter von privaten und kommerziellen Webseiten gleichermaßen gilt.

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